Nur die eine Hälfte der Welt

Über das Buch von Paulo Coelho, Der Alchimist.

Alles fügt sich, Du wirst sehen,
geh einfach weiter und lass es geschehen.

Ein Traum wird Dir helfen das Ziel zu bestimmen,
den Weg findest Du schon, Du musst nur beginnen.
Wenn Du mal Zweifel hast, setz Dich einfach hin,
dann spricht Dich wer an, höre ruhig auf ihn.
Der weise König kommt zwar nicht zu jedem,
aber andere können auch ganz gut reden.
Zum Beispiel der Alchimist, der Gold machen kann,
selbst Räuber zeigen kluge Richtungen an.
Schade, dass die Frauen so schweigsam sind,
und ihre Küsse nur gehaucht werden vom Wind.
Das Märchen beschreibt eine Hälfte der Welt,
wo Männer unter sich sind auf der Suche nach Geld.
Das liest sich ganz nett, aber schließlich am Ziel,
fehlt die andere Welthälfte – also doch ganz viel.
Immerhin lernen Männer ihre Herzen zu fragen,
spätestens in Not, also kurz vor dem Verzagen.
Das ruft die höhere Gewalt auf den Plan,
also Gott – ist eben auch nur ein Mann.
Mit Krieg und Tod und auch sonst ganz schön hart,
geht Mann seinen Weg auf die eigene Art.
Alles wird gut am Schluss der Lektüre,
wenn Mann nur mehr von den Frauen erführe…
Vielleicht träumte er dann den Weg etwas weicher,
und die Märchenwelt wäre ganz sicher viel reicher.