Zwei Wissenschaftler stellen Theorien zur Finanzierung des Grundeinkommens vor

Boden und Arbeit: Wo der Markt versagt

Konsumsteuer oder sozialökonomische Transformation: Zwei Wissenschaftler stellen Theorien zur Finanzierung des Grundeinkommens vor. Die Wissenschaftler André Presse und Ulrich Schachtschneider haben bei der BGE-OPEN in Göttingen Forschungsergebnisse und Theorien über die Finanzierung des Grundeinkommens erklärt.

Presse bevorzugt den Weg zur “Konsumsteuer”, die einheitlich auf Produkte und Dienstleistungen erhoben werden soll und nach und nach alle offenen und versteckten Steuern und Sozialabgaben ersetzt. Schachtschneider plädiert  auf dem Weg zum Grundeinkommen eher dafür, ökologische Stellschrauben zu drehen. Er nennt es eine “sozialökonomische Transformation”.
Presse ist ein Schüler von Götz Werner, der seine Doktorarbeit zum Grundeinkommen betreut hat. Nach seiner Meinung dürfen Boden und Arbeit nicht als auf dem Markt handelbare Werte gesehen werden – Boden weil er nicht vom Menschen hergestellt und beliebig vermehrt werden kann, und Arbeit sowieso nicht, die übrigens “rechtshistorisch nach dem Mietrecht für Sklaven” geregelt sei. Er hält es für erforderlich, Wirtschaftswissenschaft “neu zu denken.”