AGH setzt Beratungen am 4. Dezember fort, zum Beispiel über den Begriff "Reichtumsgrenze"

Unser Ziel ist die demokratische Mehrheit für das Grundeinkommen

Im Uni-Viertel “Nordstadt-Süd”, haben sich bisher ungefähr 300 Nachbarn im Internetportal nebenan.de angemeldet, um zu erfahren, was in ihrem Kiez so läuft. Der Arbeitskreis Grundeinkommen Hannover (AGH) ist als Organisation dabei. Wir stellen uns mit diesem Leitsatz vor: “Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist nach unserer festen Meinung machbar und finanzierbar, wenn es von der Mehrheit in der Bevölkerung gewollt ist. Wir setzen uns ein für die ausführliche öffentliche Diskussion über alle Parteigrenzen hinweg mit dem Ziel, die Mehrheit zu überzeugen.”

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist sicherlich mehr als ein soziales Projekt, weil es Wirtschaft und Politik ebenso wie die Zivilgesellschaft herausfordert. Es kann ein Weg sein zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zur neuen Ordnung der Gesellschaft. Im Arbeitskreis Grundeinkommen Hannover (AGH) gehen wir gemeinschaftlich davon aus, dass das Einkommen deutlich über der sogenannten Armutsgrenze liegen muss, um existenzielle Notlagen auszuschließen. Dass es mit völlig veränderter Steuerpolitik auch darum gehen wird, “den Reichen” etwas wegzunehmen und neu zu verteilen: Darin sind wir uns ebenso einig. Beim Gespräch darüber fiel uns auf, dass es zwar eine regierungsamtliche Bestimmung der “Armutsgrenze” gibt, dass aber der Begriff “Reichtumsgrenze” bisher in der öffentlichen Debatte keine Rolle spielt. Können wir ja mal drüber grübeln

In der direkten Umgebung von Nordstadt-Süd schauen ab und zu oder stetig etwa 2500 angemeldete Personen in sieben Nachbarschaften auf die Internetseite um sich zu informieren oder um nachbarschaftliche Hilfe zu erbitten. Der AGH befindet sich mit seinem noch sparsamen Organisationsprofil in guter Gesellschaft, unter anderem mit KIBIS (Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich) oder dem Theater an der Glocksee, Transition Town oder dem Fachbereich Senioren der Stadt Hannover.

Neben dem Unternehmen, das für die werbefreie Internet-Plattform verantwortlich ist (nebenan.de ist ein Service der Good Hood GmbH in Berlin) gibt es die “nebenan.de Stiftung gemeinnützige GmbH”, die den Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 ausgelobt hat. Mehr als 1300 Projekte standen zur Auswahl, 66 sind einer Jury zur Entscheidung vorgelegt worden.