Wasser – Baustein des Lebens

Dass Wasser auch im Organismus des Menschen eine zentrale Rolle einnimmt, machen schon wenige Zahlen deutlich. Der Wasseranteil eines Erwachsenen beträgt etwa 50 bis 60 Prozent. Das heißt, bei einem Körpergewicht von 70 kg sind das circa 40 Liter Wasser. Wasser ist Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten. Es ist als Lösungsmittel an allen Stoffwechsel- und Transportvorgängen beteiligt und Reaktionspartner in biochemischen Prozessen. Als Kühlmittel dient es zur Regulierung der Körpertemperatur.

 

Unser Organismus funktioniert nur dann optimal, wenn die Wasserbilanz ausgeglichen ist. Wasseraufnahme und Wasserabgabe müssen sich die Waage halten. Um die Wasserabgabe über Urin, Stuhl, Haut und Lunge auszugleichen, müssen wir ausreichend Wasser zu uns nehmen – in Form von Getränken, fester Nahrung und sogenanntem Oxidationswasser. Das wird beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Protein aus Lebensmitteln gebildet.

Schon leichter Wassermangel macht sich bemerkbar. Unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab. Durst, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verstopfung können auftreten. Ein Erwachsener sollte pro Tag etwa 1,3 bis 1,5 Liter trinken. Bei körperlicher Aktivität und/oder entsprechenden klimatischen Bedingungen auch mehr.

Durst ist ein verlässlicher Sinn, der uns zum Trinken anregt. Das gilt allerdings nicht unbedingt für Kinder und ältere Menschen. Bei diesen Personengruppen sollte besonders darauf geachtet werden, dass sie ausreichend trinken.

Preiswert, bequem und qualitativ hochwertig ist Trinkwasser. Allerdings werden nur ca. 4 Prozent für Essen und Trinken genutzt; das entspricht 5 Liter Wasser unseres täglichen Wasserverbrauchs von ca. 121 Litern (Angabe für 2017). Das meiste Wasser verbrauchen wir für Baden, Duschen und die Toilettenspülung.

Viele bevorzugen zum Trinken Mineralwasser. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser lag nach Angaben der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser im Jahr 2018 bei 150,5 Litern. Mineralwasser liefert je nach Herkunft und Zusammensetzung mehr Mineralstoffe. Sie tragen zum typischen Geschmack des Wassers bei. Ein Grund, warum Verbraucher oft lieber Mineralwasser bevorzugen statt „langweiliges“, aber preiswertes Trinkwasser.

Worin sich die verschiedenen Wassersorten unterscheiden, wie sie gewonnen und aufbereitet werden oder welche Qualitätsanforderungen sie erfüllen, hat das Bundeszentrum für Ernährung auf der Seite http://www.bzfe.de/inhalt/wasser-651.html zusammengestellt.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Tagesschau, 19.3.2019: UN-Weltwasserbericht Kampf um jeden Tropfen

Süddeutsche Zeitung, 19.3.2019 

  • Die Vereinten Nationen haben ihren jährlichen Weltwasserbericht veröffentlicht.
  • Etwa ein Viertel der Erdbevölkerung hat keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser
  • Auch in Europa und Nordamerika besteht erheblicher Verbesserungsbedarf.

Kein Wasser für die Tonne

Zum Weltwassertag von Zu gut für die Tonne!

(BZfE), 20.3.2019 – Alle Produkte, die wir kaufen und konsumieren, benötigen in der Herstellung Wasser. Man spricht hier von virtuellem Wasser. Jeder Deutsche verbraucht am Tag statistisch rund 3.900 Liter in Form von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Gütern.

Dieses Wasser stammt längst nicht nur aus Deutschland. Weit mehr als die Hälfte importieren wir aus anderen Ländern – zum Beispiel durch Tomaten aus Spanien, Fleisch aus den Niederlanden oder Viehfutter aus Brasilien. Die Art, wie wir uns ernähren, hat also einen großen Einfluss auf die Ökosysteme weltweit.

Was aber können wir tun, um Ressourcen zu schonen und unseren Wasserfußabdruck zu verkleinern? Tipps, wie wir mit unserer Ernährungsweise helfen können, kostbares Wasser zu sparen, gibt die Initiative Zu gut für die Tonne!: https://www.zugutfuerdietonne.de/schwerpunkte/artikel/article//kein-wasser/

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

UN-Weltwasserbericht 2018
https://www.unesco.de/presse/pressematerial/un-weltwasserbericht-2018