AGH Einladung für den 7. April

Netzwerk legt Prüfsteine für Europawahl vor

Die Einladung für das nächste Treffen des Arbeitskreises Grundeinkommen Hannover enthält zahlreiche Links, darunter zur Diskussionsgrundlage der Grünen für ihr Grundsatzprogramm, zum Armutskongress des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und die neue Plattform mit dem programmatischen Namen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Hier der Auszug aus der Einladungsmail:

Liebe Leute,

wir wollen am Sonntag, 7. April, über unseren Plan reden, Veranstaltungen zur Europawahl und in Zusammenarbeit mit dem Berliner Verein “Mein Grundeinkommen” auszurichten. Wir treffen uns um 17 Uhr im Haus Windhorststraße 3 in der Nordstadt, Gastgeber ist “Wasmitherz eV“.

Bitte schaut euch die “Prüfsteine für die Europawahl” an, die das Netzwerk Grundeinkommen erarbeitet und an die Parteien versendet hat. Wir haben die Absicht, hier wählbare Personen direkt anzusprechen und können uns überlegen, ob wir neben den Prüfsteinen weitere Fragen stellen.

Das Grüne Netzwerk Grundeinkommen hat ein Positionspapier zum Grundsatzprogramm verabschiedet. Bis Herbst 2020 arbeiten die Grünen daran. Im Anhang findet ihr die Diskussionsgrundlage für das Thema Grundeinkommen, Auszug:

Das Prinzip Bürgerversicherung für die Sozialversicherungen und ein Grundeinkommen sind Ausdruck einer
nachhaltigen, emanzipatorischen, inklusiven und solidarischen sozialen Sicherung, denn sie folgen dem
Grundsatz: alle zahlen für alle. Durch die breite Finanzierungsbasis wird sowohl eine nachhaltige Finanzierung
als auch eine nachhaltige soziale Sicherheit geschaffen.

Außerdem weise ich euch auf den “Armutskongress” hin, den der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband am 10. und 11. April in Berlin veranstaltet. Auszug aus der Einladung :

Ob Mindestlohn, Bildungs- und Teilhabepaket oder Mietpreisbremse – keine der Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte war bisher tatenlos, aber keine hat die Armut wirksam zurückgedrängt. Trotz boomender Wirtschaft steigt die Armut in diesem reichen Land Jahr für Jahr. Auch die jetzige Regierung schraubt weiter an den sozialen Systemen und hat sich einiges vorgenommen: Rentenpakete, Sozialer Arbeitsmarkt, Pflegesofortprogramm. Sozialpolitisch gleicht Deutschland einer Dauerbaustelle. Doch das Thema Armut werden wir so nicht los.

Vermutlich habt ihr alle genug zu lesen im Regal oder wo auch immer, aber hier gibts noch ein paar Tipps:

Auf der Website “Denkfabrik” hat Klaus Fürst eine Liste pro & contra Grundeinkommen zusammengestellt.

Ein vermutlich lesenswertes Buch ist rezensiert von Klaus Fürst, Denkfabrik Grundeinkommen :  Daniel Weißbrodt: „Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022-2050. Wie das bedingungslose Grund­ein­kommen unser Leben und die Gesellschaft verändert hat“.

Als neues “Wanderbuch” für unsere Reihen liegen drei Exemplare bereit von der bpb-Ausgabe des Buches “Die Erfindung der Leistung”.

Suat Alagöz hat mir die Datei von seiner Bacherlorarbeit gesendet (“Bedingungsloses Grundeinkommen:
Evolution oder Revolution? Herausforderung für die Soziale Arbeit”) mit der Bemerkung, ich dürfte sie auf Nachfrage weiterreichen. Also: Bei Interesse bitte melden.

Zu guter Letzt:

Das Netzwerk Grundeinkommen hat am 9.3.2019 diese Information im Mailverteiler verbreitet:

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Dieser Frage widmet sich die gleichnamige Plattform, indem sie verschiedene Bewegungen und Initiativen vernetzen möchte. Dazu gehören das Netzwerk Grundeinkommen, das Netzwerk Care Revolution und die Erwerbslosenbewegung. Mindestens ebenso groß wie die Bandbreite an Organisationen ist die Vielfalt an Themen. So geht es neben Klimagerechtigkeit und den Interessen der Lohnarbeiter/innen auch um solidarisches Wirtschaften und das Organisieren von Stadtteilen.

Im Manifest der Plattform heißt es:

„Die Zustände schreien nach Veränderung! Es gibt Alternativen und es gibt auf diesem Planeten genug für Alle. Darin wollen wir uns gegenseitig ermutigen. Wir wollen mehr Austausch und Verständigung, auch über Widersprüche in und zwischen den sozialen Bewegungen. Und nicht zuletzt über die Frage, was ein gutes Leben für alle bedeutet.“

Im Oktober sollen auf einer Strategiekonferenz der Bewegungsstiftung konkrete Schritte ins Auge gefasst werden, wie die Themen gezielter fokussiert und die Kooperation verbessert werden kann. Denn eins ist klar: Nur durch ein Bündel an Maßnahmen ist ein gutes Leben für alle möglich.